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  Es begann in den 60er- Jahren

Norman Cousins, ein in den 60er Jahren an Morbus Bechterew erkrankter amerikanischer Journalist, beschrieb in einem Artikel seinen erfolgreich verlaufenen Kampf gegen seine potentiell tödliche Krankheit. Er hatte festgestellt, dass ihm 10 Minuten herzhaftes Lachen zwei Stunden schmerzfreien Schlaf ermöglichte.

Diese Geschichte weckte das Interesse einiger Wissenschaftler, die sich zur Aufgabe machten, das Phänomen Lachen wissenschaftlich zu erforschen.

Durch die Forschungen des Psychiaters Dr. William F. Fry gelangte man zu neuen Erkenntnissen. Fry wird als Vater der „Gelotologie“ (Wissenschaft des Lachens) angesehen. Er fand heraus, dass z. B. 20 Sekunden intensiven Lachens, auch wenn es vorgetäuscht ist, die Herzfrequenz für drei bis fünf Minuten verdoppeln kann. Dies entspricht der Leistung einer körperlich anstrengenden Ruderübung von 3 Minuten.

Er bewies, dass durch Lachen (mindestens 15 bis 20 Minuten) u. a. ein gutes körperliches Training erreicht, Atemwegbeschwerden verringert und unser Immunsystem gestärkt werden können. Durch Lachen schüttet unser Körper verstärkt Endorphine aus, welche auch für die Entstehung unserer Glücksgefühle zuständig sind. Spätere Forschungen belegten, dass unser Körper nicht zwischen echtem und vorgetäuschtem Lachen unterscheiden kann. Jedesmal reagieren unser Körper und unsere Psyche gleich, es erzeugt eine positive, gesundheitsfördernde und glücklich machende Wirkung.

Wir alle können unseren Körper zum Lachen trainieren. Durch dieses Training verbindet sich das beim Lachen erzeugte Gefühl mit unserem Verstand. Es wird zu einem immer selbstverständlicher werdenden Teil von uns. Zwischen unserem Körper und unserem Verstand gibt es eine feststehende Verbindung. Was unserem Körper geschieht, geschieht auch unserem Verstand und umgekehrt. Wenn wir z. B. wütend sind, spiegelt sich unsere Wut in der Ausdrucksweise unseres Körpers wider. Umgekehrt bedeutet dies, dass wir unseren Verstand, auch wenn wir uns eigentlich unglücklich fühlen, mit Hilfe unseres Körpers, z. B. durch Bewegung, in eine freudige Stimmung versetzen können.

Diese Zwei-Wege-Verbindung zwischen Körper und Verstand findet sich im Lachyoga wieder.

Lachyoga lenkt unsere Aufmerksamkeit vom Denken weg auf die Wahrnehmung unseres Körpers. Unser Kopfkino läuft nur noch auf Sparflamme. Wir können uns auf den jetzigen Moment konzentrieren und zuvor belastende Gedanken in den Hintergrund schieben.

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