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| Die Geschichte des Lachyoga
Dr. Madan Kataria, ein indischer Arzt, verfasste Mitte der 90er Jahre einen Artikel zum Thema „Lachen ist die beste Medizin“. Zuvor hatte er sich theoretisch mit dem gesundheitsfördernden Nutzen des Lachens für unsere Psyche und unseren Körper beschäftigt. Er fand heraus, dass sowohl ein Großteil unserer Organtätigkeit als auch unser Immunsystem durch fröhliches Lachen angekurbelt werden. Ferner hatten Wissenschaftler nachgewiesen, dass es einen gesundheitsfördernden Zusammenhang zwischen Lachen und Tiefenatmung gibt. Zur praktischen Umsetzung seiner neu gewonnenen Erkenntnisse beschloss Dr. Kataria, diese sofort an sich selbst auszuprobieren. Er ging in einen öffentlichen Park und begann zu lachen, einfach so und ohne Grund. Nach einiger Zeit kamen andere Menschen hinzu, die mit ihm lachten. Es wurden Witze und lustige Anekdoten erzählt. Jeder genoss den gemeinsamen Spaß und konnte sich für den Rest des Tages gut fühlen. Bereits in kürzester Zeit nahmen mehr als 50 Personen an den täglichen Treffen teil. Nachdem der Vorrat an Witzen versiegt war, musste eine Alternative zu ihnen gefunden werden. Dr. Kataria überprüfte die bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse erneut und fand die Lösung, die er gesucht hatte: Unser Körper kann nicht zwischen vorgetäuschtem und echtem Lachen unterscheiden. Bei jeder Art erzeugt unser Körper ein Glücksgefühl u. a. durch das Ausschütten von Hormonen. Diese Erkenntnis gab er an die Gruppe weiter, so dass von nun an sozusagen grundlos gelacht wurde. Das Ergebnis war erstaunlich. Das zunächst vorgetäuschte Lachen ging schnell in ein echtes Lachen über, was dadurch wiederum zum erneuten Lachen führte. Es entstand eine Kettenreaktion. Die Gruppe lachte wie nie zuvor. Angeregt durch seine Frau Madhuri, eine Yogalehrerin, kam Dr. Kataria auf die Idee, seine Lachübungen mit bestimmten Atemübungen aus dem Yoga zu verbinden, um die gesundheitsfördernde Wirkung des Lachens zu optimieren. Dies war die Geburtsstunde des Lachyogas. Im Laufe der Zeit entwickelten beide eine Reihe von Lach- und Atemübungen, die heute in über 65 Ländern praktiziert werden. Inzwischen wird Lachyoga im Rahmen von Gesundheitsprophylaxe auch regelmäßig in Schulen, sozialen Einrichtungen und Unternehmen praktiziert. Ein Wunsch von Dr. Kataria ist es, Menschen miteinander in Kontakt zu bringen, und sie auf der Gefühlsebene wertfrei miteinander zu verbinden. |