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| Yoga, eine Philosophie und eine Entspannungstechnik
Yoga, eine Jahrtausend alte indische Wissenschaft (Pranayama) versucht unser Leben und dessen Sinn zu ergreifen, all seine Aspekte und Bedeutungen zu integrieren und eine harmonische Verbindung zwischen unserem Körper, unserem Verstand, unseren Emotionen, unseren Mitmenschen und dem Universum herzustellen. Dieses geschieht durch bewusstes Atmen. Pranayama ist also die bewusste Regulierung und Vertiefung unserer Atmung durch Achtsamkeit und regelmäßiges Üben. Achtsamkeit versteht sich hier als eine Form von Aufmerksamkeit, die absichtsvoll ist, sich auf den gegenwärtigen Moment bezieht, also nicht auf die Vergangenheit oder Zukunft, und die nicht wertend ist. (Jon Kabat-Zinn) Die yogische Philosophie geht davon aus, dass wir mit Hilfe unseres Atems, unserer Lebensenergie (Prana) zusätzlich die kosmische Energie des Universums in uns aufnehmen, und somit eine Verbindung zueinander herstellen. Die Essenz unserer Existenz ist Atmung. Ist unsere Atmung blockiert, zum Beispiel bei Stress, kann unsere Lebensenergie nicht gleichmäßig durch unseren Körper fließen, wir drohen krank zu werden. Die Philosophie des Yoga besagt, dass das Ausatmen länger sein sollte, als das Einatmen. Somit können die Lungen unsere verbrauchte Restluft durch frische, sauerstoffreiche Luft austauschen. Im Yoga wird das verlängerte Ausatmen anhand von verschiedenen Atemübungen erlernt. |